Stadtratssitzung 07. Februar 2018

Mit etwas mehr als zwei Stunden dürfte diese Ratssitzung die kürzeste reguläre Stadtratssitzung der letzten dreieinhalb Jahre gewesen sein. Direkt zu Beginn fand die Verabschiedung von Frau Birk statt, deren Dezernat ab dem 14. Februar von Elvira Garbes geleitet wird. Dieser wurde hiermit der entsprechende Geschäftsbereich übertragen.

Allerdings mit ein paar Änderungen: Das Sport- und das Schulamt wurden wieder zurück ins Dezernat II übertragen, so dass zu den Schwerpunkten von Frau Garbes jetzt Soziales, Jugend, Bildung, Jobcenter, Schulen und Sport gehören.

Im Gegenzug wird die Zuständigkeit für die wissenschaftliche Stadtbibliothek und das städtische Archiv ins Kulturdezernat übertragen, wo sie thematisch tatsächlich auch besser hinpassen.

Insgesamt 38 weitere Tagesordnungspunkte folgten. Unter anderem wurde die Satzung der Stadt Trier wegen dem neu gegründeten Seniorenbeirat angepasst, eine Spendenannahme für Sport- und Mehrgenerationengeräte in Trier-Feyen angenommen, Renaturierungskosten fortgeschrieben und die Kostenfortschreibung für die Herstellung des Sockels für die Karl-Marx-Statue positiv beschieden.

Enthalten habe ich mich bei der Gewährung eines Betriebskostenzuschusses in Höhe von 2,14 Millionen Euro an die TTM GmbH, da mir die Summe zu hoch vorkam. Von einer Tourismus und Marketing GmbH erwarte ich etwas mehr Wirtschaftlichkeit.

Beim Tagesordnungspunkt des Gleichstellungsplans gab es dann noch jede Menge Wortmeldungen. Die meisten begrüßten die Vorschläge und die graphischen Darstellungen, die Aufschluss zur derzeitigen Situation geben.

So nehmen demnach sehr viel mehr Frauen eine Teilzeitregelung in Anspruch als Männer. Laut Darstellung aus dem Gleichstellungsplan sind

  • von den Arbeitnehmern in Teilzeit: 90 Prozent Frauen und 10 Prozent Männer.
  • Von den Arbeitnehmern in Vollzeit: 40 Prozent Frauen und 60 Prozent Männer.

(Insgesamt arbeitet etwa jede dritte Frau Teilzeit.)

  • In der Führungsebene finden sich doppelt so oft Männer wie Frauen wieder.

Da der Wunsch des Gleichstellungsplans ist, mehr Frauen in die Führungsebene zu bringen oder den Weg dahin zu ermöglichen, fand ich es wichtig zu erwähnen, dass dann auch mehr Führungspositionen in Teilzeit ermöglicht werden sollten.

Eine weitere Anmerkung:

Im Übrigen war dies auch meine erste Stadtratssitzung mit iPad. Damit lässt es sich deutlich komfortabler arbeiten, gerade wenn es dann mal wieder tagesaktuelle Änderungen, zusätzliche Anträge oder Änderungsanträge gibt. Also ein Dank an die Stadtverwaltung für die Leihgabe und die damit verbundene Vereinfachung der Ratsarbeit! Und das ist auch für viele andere Ratsmitglieder eine Motivation zum Umstieg. Immerhin könnten für die Kosten, die für Druck und Papier entstehen, jedem Ratsmitglied jedes Jahr ein neues iPad finanziert werden.

Was denkst du?